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Frühlingsexkursion durch die Oberrotweiler Weinberge

    Bei bestem Frühlingswetter führte der NABU Kaiserstuhl am vergangenen Wochenende eine Exkursion durch die Oberrotweiler Weinberge am Kaiserstuhl durch. Rund 24 Teilnehmende, machten sich gemeinsam auf den Weg, um die besondere Landschaft, die artenreiche Flora und natürlich die Vogelwelt der Region zu entdecken.

    Die etwa dreieinhalbstündige Wanderung führte von 10 bis 13.30 Uhr durch die Weinberge und angrenzenden Naturschutzflächen. Trotz der vergleichsweise langen Strecke blieb die Stimmung durchweg gut, Ermüdungserscheinungen waren in der Gruppe kaum zu erkennen. Kein Wunder, denn unterwegs gab es immer wieder Spannendes zu beobachten.

    Besonders erfreulich war die Beobachtung eines Wiedehopfs, der zunächst zu hören und später auch zu sehen war. Auch die farbenprächtigen Bienenfresser zeigten sich am Mittelberg. Daneben konnten unter anderem Steinkäuze sowie eine Feldlerche beobachtet werden.

    Nicht nur ornithologisch, sondern auch botanisch hatte die Exkursion einiges zu bieten. Die Weinberge und Trockenrasen standen in voller Blüte. Vor allem im Bereich des Ebnet beeindruckte eine große Vielfalt an Orchideenarten. Neben zahlreichen Dingeln konnten auch Pyramidenorchis, Affenknabenkraut, Brandknabenkraut und die noch vergleichsweise junge Population der Fliegenragwurz entdeckt werden. Einige Arten, darunter Dingel, Affenknabenkraut und Pyramidenorchis, waren sogar außerhalb des Naturschutzgebiets zu finden.

    Die Exkursion zeigte erneut eindrucksvoll, wie artenreich und abwechslungsreich die Kulturlandschaft des Kaiserstuhls ist — und wie wichtig ihr Schutz für seltene Tier- und Pflanzenarten bleibt.