Bei den hochsommerlichen Temperaturen der aktuellen Tage mag man es kaum glauben, aber unsere diesjährige Heuernte musste tatsächlich aufgrund des wechselhaften Wetters um einige Tage verschoben werden. Damit aus dem gemähten Gras hochwertiges Heu werden kann, braucht es mehrere trockene Tage – und die ließen in diesem Jahr ein paar Tage auf sich warten.
Sobald das Wetter aber mitspielte, konnten wir mit der Mahd unserer Streuobstwiese beginnen. Anschließend wurde das gemähte Gras über mehrere Tage immer wieder gewendet, damit es gleichmäßig trocknen konnte. Erst als das Heu ausreichend trocken war, konnten die Ballen gepresst werden. Zum Abschluss wurden die über 200 Heuballen auf der Wiese an einer Stelle zusammengetragen und zum Schutz vor der Witterung abgedeckt.
Eine Heuernte auf der Streuobstwiese ist weit mehr als eine traditionelle Landschaftspflege. Die extensive Bewirtschaftung mit einer späten Mahd ist ein wichtiger Baustein für den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums. Viele Wiesenblumen haben bis dahin Zeit auszusamen, zahlreiche Insekten können ihre Entwicklung abschließen und viele Tierarten finden über einen langen Zeitraum Nahrung und Rückzugsräume. Erst danach wird gemäht – so bleiben die Streuobstwiesen artenreich und ökologisch wertvoll.
Mit dem Abschluss der Heuernte ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Pflege unserer Streuobstwiesen geschafft. So erhalten wir nicht nur eine für den Kaiserstuhl prägende Kulturlandschaft, sondern schaffen auch die Grundlage dafür, dass zahlreiche Tier- und Pflanzenarten hier auch in Zukunft einen wertvollen Lebensraum finden.
Ein solches Ergebnis ist nur gemeinsam möglich. Deshalb möchten wir uns ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, die trotz der großen Hitze mit angepackt haben. Ob beim Mähen, beim Wenden des Grases, beim Pressen der Heuballen oder beim anschließenden Zusammenbringen der Ballen – jeder einzelne Einsatz hat zum Gelingen der Heuernte beigetragen.









