Presse 2021

17.05.2021 BZ Gelungene Premiere

Gelungene Premiere

Von Ruth Seitz

Mo, 17. Mai 2021 Riegel

Klimanetzwerk Riegel fördert mit Pflanzenbörse den Austausch unter Garten- und Naturfreunden.

20210517_BZ_gelungene-PremiereBei der ersten Pflanzenbörse des Klimanetzwerks Riegel war am Samstag einiges geboten. Foto: Ruth Seitz
 

. Es war ein Versuch und der war aus dem Stand heraus ein voller Erfolg: Die erste Riegeler Pflanzenbörse, zu der das Klimanetzwerk am Samstag eingeladen hatte, hat Dutzende von Besuchern angelockt. Von 10 bis 14 Uhr herrschte an der Römerhalle reges Treiben. "Wir sind überwältigt und freuen uns riesig über den vielen Zuspruch, den wir bekommen haben", bilanziert Vanessa Dinkel vom Klimanetzwerk.

"Versuch’s in diesem Jahr doch mal mit Brokkoli, der gedeiht prächtig im Hochbeet." Die Frau ist skeptisch, doch nach ein paar Ratschlägen von ihrem Gegenüber greift sie schließlich zu und legt die Setzlinge vorsichtig in ihre Holzkiste. Wer gerne gärtnert – und das tun erwiesenermaßen immer mehr Menschen – für den war die Pflanzenbörse eine willkommene Gelegenheit, die Vielfalt an Nutz- und Zierpflanzen im eigenen Garten zu erweitern und die eine oder andere Rarität zu ergattern – zum Beispiel Samen von Königskerzen oder selbstgezogene Setzlinge von alten und selten gewordenen Tomatensorten. Oder man freute sich ganz einfach über einen Pack weißer Tulpenzwiebeln oder schöne Stauden.

Die Idee, eine Pflanzenbörse zu organisieren, hatte Regina Sexauer. Zum Organisationsteam gehörten außerdem Vanessa Dinkel, Christina Rall und Annette Gevatter, alle engagiert im Klimanetzwerk Riegel. Auch der Zeitpunkt der Börse an einem Samstagvormittag habe sich als perfekt erwiesen, betonen die Organisatorinnen, denn viele hätten die Gelegenheit genutzt, nach der Einkaufstour einen Abstecher zur Pflanzenbörse zu machen. Etliche Besucher seien aber auch von außerhalb gekommen. Dass es eine zweite Pflanzenbörse geben wird, steht für die Organisatorinnen außer Frage. Der Platz vor der Römerhalle sei ideal gewesen für die Veranstaltung, resümieren die Mitglieder vom Klimanetzwerk. Die Gemeinde hatte ihnen den Platz überlassen, der Betriebshof die Parkplätze freigehalten.

Neben den Privatleuten mit ihren Raritäten und den vielen verschiedenen Pflanzen war auch die Gärtnerei Niemann vertreten. Sie hatte zu der Veranstaltung ein breites Angebot an insektenfreundlichen Pflanzen mitgebracht. Mit von der Partie war auch der Naturschutzbund (NABU). Der stellvertretende Vorsitzende des NABU Kaiserstuhl, Gerhard Höfflin, hatte viel Infomaterial für die Besucher parat, Klimanetzwerk und NABU haben die Zusammenarbeit für weitere Projekte nochmals intensiviert.

Es wurde auch viel getauscht und geredet bei der ersten Riegeler Pflanzenbörse und die meisten Besucher dachten auch an das Spendenkässchen. Das Geld wird das Klimanetzwerk für die "Wilden Wiesen" einsetzen, ein Projekt, mit dem gemeindeeigene Grünflächen im Ort in ökologisch wertvolle Flächen für Insekten und Kleinlebewesen verwandelt werden.

Ressort: Riegel

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Mo, 17. Mai 2021:
16.04.2021 BZ Jahreshauptversammlung

Nabu streicht 30-Jahr-Feier

 

Von Christine Weirich
Mi, 28. April 2021
Breisach

Naturschutzbund Kaiserstuhl.

Der Naturschutzbund (Nabu) Kaiserstuhl hat seine Jahresversammlung erstmals im Internet abgehalten. In einer Videokonferenz legte der Vorstand Rechenschaft über die Geschäftsjahre 2019/2020 ab. Der Vorsitzende Andreas Galli wurde in seinem Amt bestätigt. Er gab bekannt, dass die Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Nabu-Gruppe ausfallen muss wegen der anhaltenden Corona-Pandemie.

Rückblick: Schriftführerin Barbara Mutke und der Zweite Vorsitzende, Gerhard Höfflin, ließen die Aktivitäten bei einer Bildpräsentation Revue passieren. 2019 seien rund 2450 und vergangenes Jahr etwa 2060 Arbeitsstunden von den Mitgliedern und Freunden erbracht worden. Bilder dokumentierten Einsätze auf Streuobstwiesen, bei der Heuernte oder Nistkastenpflege, um nur einige anzuführen. Spannend seien auch die Verhöraktionen gewesen, die einen Überblick über die Standorte des Uhus geben sollen. Aber auch die Kindergruppe sei sehr aktiv gewesen. Im Eichstetter Wald entstand eine Murmelbahn aus Naturmaterialien, und für den Igel wurde eine Schlafstatt aus Ästen und Laub für den Winterschlaf gebaut. Viel Applaus für ihre Arbeit im Kindergruppenbereich wurde Mira Steck zuteil, die den Verein verlässt. Kassenwartin Kornelia Noth-Feßler berichtete von einer großen Spende, die eine Ballenpresse für die Heuernte möglich macht.

Wahlen: Über Zoom erneut zum Vorsitzenden gewählt wurde Andreas Galli, 2. Vorsitzender ist Gerhard Höfflin. Rechnerin ist Kornelia Noth-Feßler, Schriftführer Wolfram Lühr. Barbara Mutke und Trudpert Bosch sind Beisitzer. Als Kassenprüfer fungieren Renate Walter und Gerhard Sexauer.

Ehrungen: Für 20 Jahre Mitgliedschaft im Nabu geehrt wurden Cordula und Reinhold Mayer, Sieglinde, Irina und Hartmut Falkenstein sowie Günter Sacherer. Margret und Giselher Schulz wurde die Treuenadel verliehen. Derzeit zählt der Verein 618 Mitglieder.

Ausblick: Viele geplante Aktionen mussten und müssen in der Corona-Pandemie ausfallen, auch die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Nabu-Gruppe Kaiserstuhl. Sie wurde am 4. April 1991 gegründet.
 
 
LNV, NABU, BUND - PM: Streuobst ist immaterielles Kulturerbe

Verbände NABU LNV BUND

Gemeinsame Pressemitteilung
LNV, NABU und BUND Baden-Württemberg
25.03.2021

Zum Beschluss der Kulturministerkonferenz über die Aufnahme des „Streuobstanbaus“ ins nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes erhalten Sie ein gemeinsames Statement von NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg: 

Verbände: Aufnahme von Streuobst als Immaterielles Kulturerbe muss Startsignal sein für stärkeres Engagement im Land

Die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland über die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. „Die Würdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg für alle 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer des Antrags und eine Steilvorlage für die künftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen“, sind sich die drei Verbände einig.

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Biodiversität hat sich Baden-Württemberg verpflichtet, die Streuobstbestände zu erhalten, ihre wirtschaftliche Nutzung finanziell zu fördern und die Pflege der artenreichen Flächen besser zu unterstützen. Zahlreiche örtliche Gruppen und Aktive von BUND, NABU und LNV engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Streuobstwiesen im Land. Sie schneiden Obstbäume und Hecken, leiten pädagogische Projekte, pflanzen junge Bäume nach, hängen Nistkästen auf und fördern die Insektenvielfalt durch eine naturschutzfachliche Mahd oder Beweidung.

„Der Mehrwert von Obst aus Streuobstwiesen liegt nicht nur im vielfältigen Geschmack. Der Lebensraum Streuobstwiese ist ein typisches Beispiel dafür, wie erfolgreich das gute Zusammenspiel von Menschen und Natur sein kann. Die Streuobstwiesen im Land sind ein Tausendsassa, weil sie einer der artenreichsten Lebensräume sind, die Bindung der Menschen an ihre Heimat stärken und für den naturnahen Tourismus einen wichtigen Beitrag leisten. Das Land muss sich aber noch stärker engagieren, mit Förderanreizen für alle Besitzerinnen und Besitzern von Streuobstwiesen, damit das immaterielle Kulturerbe eine gute Zukunft hat“, fordert NABU-Naturschutzexpertin Ingrid Eberhardt-Schad.

„Landwirtinnen und Landwirte stehen uns beim Streuobstschutz häufig als kompetente Partner zur Seite. Doch Streuobstwiesen haben nur eine Zukunft, wenn sich ihre Pflege wieder lohnt. Dafür braucht es deutlich mehr Einsatz der neuen Landesregierung für Streuobstprodukte und ihre Vermarktung“, erklärt Martin Engelhardt, Streuobstexperte beim Landesnaturschutzverband (LNV). Die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe sei dafür ein wichtiger Baustein.

„Die Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe ist eine wichtige Anerkennung für alle Menschen, die sich im Streuobstbau engagieren. Doch auch die Wiesen unter den Bäumen sollten so bewirtschaftet werden, dass sich artenreiches Grünland als Lebensraum für viele Insektenarten, wie Wildbienen und Schmetterlinge, entwickelt. Dazu muss die Mahd von Streuobstwiesen sowohl für Landwirtinnen und Landwirte, als auch für Stücklesbesitzende besser gefördert werden“, ergänzt Almut Sattelberger, Streuobstexpertin des BUND Baden-Württemberg.

 

Für Rückfragen und Kontakt:

Über den LNV:

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) ist der Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg mit 34 Mitgliedsverbänden, in denen über 540.000 Einzelmitglieder organisiert sind. Der LNV vertritt nach § 51 NatSchG BW als Dachverband die Natur- und Umweltschutzverbände des Landes und ist anerkannte Naturschutz- und Umweltvereinigung nach § 3 Umweltrechtsbehelfsgesetz. www.LNV-bw.de

Über den Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg:

Der NABU Baden-Württemberg ist mit mehr als 115.000 Mitgliedern und über 220 Gruppen vor Ort der größte Landesverband des NABU und zugleich der mitgliederstärkste Umweltverband in Baden-Württemberg. Mit mehr als 770.000 Mitglieder und Fördernden ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. www.NABU-BW.de

In Baden-Württemberg engagiert sich der BUND seit mehr als 55 Jahren für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft, für Natur, reine Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel. Der BUND in Baden-Württemberg ist ein demokratischer Mitgliederverband. Rund 95.000 Unterstützer*innen ermöglichen das. Die Arbeit seiner mehr als 5.000 ehrenamtlich aktiven Mitglieder ist Herz und Hand des Verbands. Aktuelle Themenschwerpunkte des BUND sind Klimaschutz, Insektenschutz, Biotopvernetzung und Nachhaltigkeit. www.bund-bawue.de

Februar 2021 Hörzu Gaukler der Lüfte

Gaukler der Lüfte

Kontakt

NABU-Kaiserstuhl e.V.
Bachstr. 15
79235 Vogtsburg
Telefon: +49 (7662) 8206
E-Mail: A.Galli(at)Nabu-Kaiserstuhl.de

Bankverbindung

Volksbank Breisgau- Nord eG.
IBAN: DE32680920000010100518
BIC: GENODE61EMM
Bei Spenden bitte Zusatz:
"Spende NABU-Kaiserstuhl"
angeben