Kindergruppe 2020

11.07.2020 Kaiserst.WB. Artenvielfalt im Reb-Biotop "Eck"

Artenvielfalt im Reb-Biotop „Eck“

Kindergruppe des NABU Kaiserstuhl im „Streuobst-Klassenzimmer“

Bahlingen (dht). Die Kindergruppe des NABU Kaiserstuhl unter der Leitung von Mira Steck traf sich kürzlich am Friedhofparkplatz, um von hier mit Barbara Kiefer samt Tochter Katharina und Sohn Johannes zu deren schönem Biotop im Gewann „Eck“ aufzubrechen.

Für die Kinder gab es sehr viel zu entdecken. Sie erkundeten zunächst eine typische Streuobstwiese mit wildem Dost. Auf dieser Naturwiese, dem Streuobst-Klassenzimmer“, gab es auch ein Biotop für den Rosenkäfer. Zur ihrer großen Überraschung fanden die Kinder auch eine Kinderstube der Zwergmaus aus Gras. „Hier kommen die Mäuschen zur Welt“, erklärte Barbara Kiefer. Das Biotop in Bahlingen hatte die Familie Kiefer, Inhaber des Weinguts Johannes Kiefer aus Eichstetten, 2014 erworben. Damals waren besonders die Böschungen überwuchert von der Waldrebe. Das Biotop umfasst etwa fünf Hektar Gesamtfläche, davon sind drei Hektar mit Weinreben bepflanzt. Auf etwa ein Quadratmeter Rebfläche komme jedoch ein Quadratmeter Naturschutzfläche, teilte der Winzer und Weinküfer Johannes Kiefer mit.

Seit 2007 Weingut Johannes Kiefer Seine Schwester Katharina Kiefer betreibt eine Ölmühle in Eichstetten, wo sie diverse Öle aus Samen nur aus Deutschland presst. Familie Kiefer stammt aus Frankfurt und kam 1994 nach Eichstetten, wo sie 2007 das Weingut Johannes Kiefer mit damals vier Ar gepachteten Reben gründeten. Barbara Kiefer, von Beruf Bankkauffrau, ist Quereinsteigerin in den Weinbau und ganz dem Naturschutz verschrieben. Schon immer stand für sie fest, etwas „Erdiges“ tun zu wollen. Jetzt kombiniert sie die Weinerzeugung mit dem Naturschutz mithilfe des Biotop-Kleinods „Eck“. Sie plädiert für die Achtung für die Natur. Menschen sollten sich achtsam im Gelände bewegen, und keinen Müll hinterlassen.

Mittendrin in der „Artenvielfalt"
Mittendrin in der „Artenvielfalt"
NABU-Kinder mit Barbara und Johannes Kiefer bei der Streuobstwiese
NABU-Kinder mit Barbara und Johannes Kiefer bei der Streuobstwiese

Fotos: Horst David

29.02.2020 BZ Den Vögeln und Rehen auf der Spur

Den Vögeln und Rehen auf der Spur

Von Horst David Sa, 29. Februar 2020 Bötzingen


Der Naturschutzbund Kaiserstuhl veranstaltet Aktionen mit Kindern in Eichstetten und Bötzingen / Nistkästenkontrolle .

Mira Steck und Andreas Galli zeigen einem Kind eine Niströhre. Foto: Horst David

BÖTZINGEN/EICHSTETTEN. Die Kindergruppe des Naturschutzbunds (Nabu) Kaiserstuhl ist seit Januar wieder aktiv. Immer samstags geht es mit den Jugendbetreuerinnen Mira Steck und Lena Strauß hinaus in die Natur. Oft ist auch Andreas Galli dabei, Vorsitzender des Nabu-Kaiserstuhl. Für alle drei ist es wichtig, Kinder an die Natur heranzuführen.


Der Nabu-Kaiserstuhl sei "so froh, Veranstaltungen für Kinder anbieten zu können", erklärt Galli. Wissen über die Natur sei heute nicht mehr selbstverständlich, aber wichtiger denn je, bekräftigt Mira Steck aus Denzlingen. Im Februar säuberten und prüften Steck und Galli die Nistkästen bei der Streuobstwiese im Etlisbachtal in Bötzingen. Sie öffneten die überall aufgehängten Nistkästen. War viel Moos drin, so war es ein Brutplatz für die Kohl- oder Blaumeise. Mit viel weniger Moos dagegen ausgepolstert sind die Nistkästen von Wendehälsen. Die besonders breiten Steinkauz-Nistkästen sind innen so angeordnet, dass kein Marder herein kommt, sondern nur der Steinkauz. Außerdem werden sie auf dicken Ästen angebracht, damit junge Steinkäuze, falls sie herausfallen, wieder sicher zum Brutplatz auf dem Baum hochklettern können.

Auch zwei Wiedehopfhäuser gibt es auf der Streuobstwiese. Sie sind als Brutstätten für den Wiedehopf nötig, weil es weniger Rebhäusle im Kaiserstuhl gibt. In einigen Nistkasten fanden sich auch alte Vogeleier, die nicht ausgebrütet wurden.

Ein weiteres Nabu-Thema für Kinder war der Lebensraum der Rehe im Eichstetter Wald. Bei einem Waldspaziergang erklärten Mira Steck und Lena Strauß den zwölf Kindern das Leben der Rehe. Die nehmen mit ihrem ausgeprägten Hör- und Geruchssinn ihre Umgebung wahr und bemerken sehr früh nahende Feinde. Besonders im Winter sei es besonders wichtig, die scheuen Tiere nicht zu erschrecken, wurde den Kindern erklärt. Wenn Tiere weglaufen, kostet das ihre Energiereserven.

Die Kinder lernten auch die Unterschiede zwischen Hirsch und Reh kennen. Der leichte Körper des flinken Rehs und das kleine Geweih des Rehbocks seien perfekt an das Leben im Wald angepasst. Größter Feind sei der Mensch, erfuhren die Kinder: Im tiefen Gras liegend sei ein Rehkitz Mähern schutzlos ausgeliefert. Rehe ernähren sich oft von der Rinde junger Bäume und würden daher von Jägern für einen gesunden Wald erlegt. Es sei wichtig, die Jagdzeiten einzuhalten, um die Rehbrutzeit und auch andere Tiere nicht zu stören.

Ressort: Bötzingen

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Sa, 29. Februar 2020

Kinder-Sommerprogramm 2020

Zur Zeit keine neuen Termine

Wegen Corona

zur Zeit keine neue Terminplanung möglich

Bitte versuchen Sie es demnächst wieder.

Danke.

Bleiben Sie gesund.

Kontakt

NABU-Kaiserstuhl e.V.
Bachstr. 15
79235 Vogtsburg
Telefon: +49 (7662) 8206
E-Mail: A.Galli(at)Nabu-Kaiserstuhl.de

Bankverbindung

Volksbank Breisgau- Nord eG.
IBAN: DE32680920000010100518
BIC: GENODE61EMM
Bei Spenden bitte Zusatz:
"Spende NABU-Kaiserstuhl"
angeben