{"id":848,"date":"2022-02-16T20:08:22","date_gmt":"2022-02-16T19:08:22","guid":{"rendered":"https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/index.php\/bz-16-februar-2022-wasservoegel-aus-dem-hohen-norden-besuchen-im-winter-den-rhein-bei-weisweil\/"},"modified":"2023-01-08T14:55:07","modified_gmt":"2023-01-08T13:55:07","slug":"bz-16-februar-2022-wasservoegel-aus-dem-hohen-norden-besuchen-im-winter-den-rhein-bei-weisweil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/index.php\/bz-16-februar-2022-wasservoegel-aus-dem-hohen-norden-besuchen-im-winter-den-rhein-bei-weisweil\/","title":{"rendered":"16.02.2022 BZ Wasserv\u00f6gel aus dem hohen Norden besuchen im Winter den Rhein bei Weisweil"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Wasserv\u00f6gel aus dem hohen Norden besuchen im Winter den Rhein bei Weisweil<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">Von Ruth Seitz<br \/>Mi, 16. Februar 2022 Weisweil<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Bei einer Exkursion der Nabu-Gruppe Kaiserstuhl haben zahlreiche interessierte<br \/>Naturfreunde am Rhein bei Weisweil Wasserv\u00f6gel beobachtet. Manche Arten kommen auch, um dauerhaft zu bleiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><figure id=\"attachment_847\" aria-describedby=\"caption-attachment-847\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:80\/f:best\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" type=\"image\/jpeg\" class=\"jcepopup\" data-mediabox=\"1\" data-mediabox-title=\"20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp\" data-mediabox-caption=\"Vogelexkursion Winterg\u00e4ste am Rhein: Exkursionsteilnehmer am Sonntag bei der Tierbeobachtung am Rhein bei Weisweil. Foto:&nbsp;Ruth&nbsp;Seitz\"><img data-opt-id=606856594  fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-847\" src=\"https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:auto\/h:auto\/q:80\/f:best\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp\" alt=\"20220213_BZ_Wasservogelexkursion\" width=\"400\" dir=\"ltr\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" title=\"20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:800\/h:533\/q:80\/f:best\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp 800w, https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:300\/h:200\/q:80\/f:best\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp 300w, https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:768\/h:512\/q:80\/f:best\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp 768w, https:\/\/mlm4qj7rb3bu.i.optimole.com\/w:800\/h:533\/q:80\/f:best\/dpr:2\/https:\/\/nabu-kaiserstuhl.de\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp 2x\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-847\" class=\"wp-caption-text\">20220213_BZ_Wasservogelexkursion.webp<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Vogelexkursion Winterg\u00e4ste am Rhein: Exkursionsteilnehmer am Sonntag bei der Tierbeobachtung am Rhein bei Weisweil. Foto:&nbsp;Ruth&nbsp;Seitz<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Das hat Andreas Galli noch nie erlebt: \u00dcblicherweise geht er im Fr\u00fchjahr mit rund 20 Teilnehmern zur Wasserv\u00f6gel-Exkursion des Nabu Kaiserstuhl \u2013 in diesem Jahr hatte er sage und schreibe 70 Anmeldungen. &#8222;Das gab\u2018s noch gar nie&#8220;, sagt der Nabu-Vorsitzende und sch\u00fcttelt den Kopf, freut sich aber \u00fcber das Interesse. Einigen Interessierten musste er absagen, eine Exkursion mit so vielen Leuten sei einfach nicht machbar. Galli hat seinen Kollegen Engelbert Mayer aus Eichstetten mit ins Boot geholt, sie teilen sich die Teilnehmer am Sonntagmorgen auf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Kaiserwetter zur Nabu-Exkursion bei Weisweil<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Das Wetter ist wie ein Geschenk: Blauer Himmel, es ist noch k\u00fchl um zehn Uhr, aber nicht klapperkalt, kein Nebel. Beste Sicht also und f\u00fcr den Blick auf die Winterg\u00e4ste auf dem Wasser wie gemacht. Mit von der Partie ist auch Barbara Mutke, von Hause aus Biologin und Beisitzerin im Nabu S\u00fcdbaden, die den Exkursionsteilnehmern mit Andreas Galli zusammen die Wasserv\u00f6gel n\u00e4herbringt.<br \/>Alle sind p\u00fcnktlich da, die erste Gruppe mit Andreas Galli geht unterhalb des Kiosks an der Boulebahn vorbei am Rhein Richtung Norden, die andere Gruppe mit Engelbert Mayer geht die Treppe zum Kiosk oberhalb der Staustufe hoch. Viele haben Ferngl\u00e4ser mitgebracht, einige kennen sich genau aus mit Wasserv\u00f6geln, andere sind rein aus Interesse dabei<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Die skandinavischen Krickenten suchen im S\u00fcden nach Nahrung<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">&#8222;Es ist ein Drama mit den V\u00f6geln, die k\u00f6nnen einfach nicht ruhig sitzen bleiben&#8220;, sagt Galli mit einem Augenzwinkern, als er das Spektiv, ein Spezialfernglas zur Naturbeobachtung, auf eine Wasservogelgruppe scharfgestellt hat, die auf einer kleinen Insel im Rhein sitzt \u2013 Seite an Seite, friedlich. G\u00e4nses\u00e4ger mit ihren charakteristisch gebogenen Schn\u00e4beln sind dabei, ganz vorne sitzt ein M\u00e4nnchen, zu erkennen am gr\u00fcnen Schimmer am Kopf.<br \/>Die G\u00e4nses\u00e4ger sind nicht ganz so selten, erkl\u00e4rt Andreas Galli. Vor einigen Jahren sei es noch eine Sensation gewesen, wenn einer da war, heute sei das eher ganz normal. Die meisten Enten br\u00fcten im Uferbereich oder nahe am Wasser, die G\u00e4nses\u00e4ger \ufb02iegen weit ins &#8222;Landesinnere&#8220;, um in H\u00f6hlen zu br\u00fcten, zum Beispiel von Spechten. Kein Spa\u00df f\u00fcr den Nachwuchs, denn er muss dann f\u00fcnf, sechs Meter aus dem Nest in die Tiefe st\u00fcrzen, ohne \ufb02iegen zu k\u00f6nnen. Damit nicht genug: Dann watscheln die Kleinen, von den Eltern streng bewacht, oft kilometerweit bis zum Wasser.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Von 100 &#8222;eingeschleppten&#8220; Arten werden zehn bis 15 heimisch<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Eine Nilgans gesellt sich zu der Vogelgruppe, kein seltener Gast in der Region. Je weiter man nach Norden komme, desto mehr Nilg\u00e4nse gebe es, sagt ein Exkursionsteilnehmer. Von rund 100 Arten, die &#8222;eingeschleppt&#8220; werden, werden etwa zehn bis 15 heimisch, sagt Andreas Galli, die Nilgans mache nicht gerade Probleme, aber sie &#8222;verdr\u00e4nge schon&#8220;. Die Gruppe beobachtet die V\u00f6gel \u2013 Reiherenten, Spie\u00dfenten, auch eine M\u00f6we \u2013 immer wieder stellt Andreas Galli das Spektiv ein, immer wieder huscht das Motiv aus dem Blickfeld. Ein Kormoran \ufb02iegt \u00fcbers Wasser. W\u00e4hrend Enten sich ihre Ge\ufb01eder fetten, kann dies ein Kormoran nicht, er muss sich seine Fl\u00fcgel trocknen lassen, erkl\u00e4rt Barbara Mutke. Deshalb sitzen die Kormorane oft mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln auf einem Ast oder Stein. Sie sind wie Graureiher und Haubentaucher bei den Fischern wenig beliebt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Die Winterg\u00e4ste genie\u00dfen am Rhein die erste W\u00e4rme<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\">Nach gut einer Stunde tauschen die beiden Gruppen ihre Standorte. W\u00e4hrend unten auf dem Wasser lebhafter Betrieb herrscht, ist es oberhalb der Staustufe ruhig. Nicht ein Schwan ist zu sehen. Sonst tummeln sich hier oft Dutzende. &#8222;Stell mal auf den Haubentaucher&#8220;, sagt Andreas Galli. Der Wasservogel nimmt einen anmutigen Hopser und ist erst mal weg, taucht sp\u00e4ter an einer ganz anderen Stelle wieder auf. Andreas Galli und Barbara Mutke erz\u00e4hlen und stehen Rede und Antwort, die Zeit vergeht wie im Flug.<br \/>Die Winterg\u00e4ste unten am Rhein lassen sich von nichts und niemandem st\u00f6ren: Sie sitzen auf der kleinen Insel, lassen sich die Sonne aufs Ge\ufb01eder scheinen und genie\u00dfen die erste W\u00e4rme.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Ressort: Weisweil<br \/>Aus der gedruckten BZ vom Mi, 16. Februar 2022.<br \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasserv\u00f6gel aus dem hohen Norden besuchen im Winter den Rhein bei Weisweil Von Ruth SeitzMi, 16. 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