Aktuell 2022

Juni 2022 Fuchs gräbt von oben Bienenfresser aus

Anfang Juni 2022 entdeckte ich in einer kleinen Lösshöhle nach vielen Jahren zum ersten Mal eine vom Bienenfresser gegrabene Bruthöhle. Sie befand sich 80 cm weit in der Höhle drin und 150 cm über dem Boden. Ein sicherer Brutplatz nach meiner Ansicht.

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Denn immer wieder kommt es vor, dass die Bienenfresser ihre Bruthöhle an einer niederen Böschung,

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oder an einer steilen Lösswand zu weit unten graben.

Fuchs oder auch Steinmarder graben dann die Höhle auf und manchmal, aber selten, gelingt es ihnen bis zur Brutkammer vorzukommen. 

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Ich habe mir also keinerlei Gedanken über die Sicherheit des Brutplatzes in der Lösshöhle gemacht. I Und es wurde auch eifrig gefüttert.

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Am 09.07.2022 konnte ich jedoch keine Fütterungen der Jungvögel mehr feststellen. Zu diesem Zeitpunkt konnten jedoch die jungen Bienenfresser noch nicht ausgeflogen sein.

Bei näherem Betrachten sah ich, dass rechts neben der Höhle viel Erdreich die Böschung herunter lag. Bis in 2,00 Meter Höhe reichte das ausgegrabene Erdreich.

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Ganz oben, am Ende des Erdreiches befands sich ein tiefes Loch, genau über der Brutkammer der Bienenfresser Höhle.

20220717_6_Aushub_neben_Stollen1.webp 20220717_8_Grabung_2.webpDas war also die Ursache, warum kein Anflug der Altvögel mehr erfolgte. Der Fuchs hatte mit seiner guten Nase die Jungvögel erriechen können und war bei seinem Graben leider erfolgreich.

Engelbert Mayer. 25.07.2022

13. Februar 2022 Wasservogelexkursion am Rhein bei Weisweil

Wasservogelexkursion Februar 2022 am Rhein bei Weisweil

Die Wasservogelexkursion 2022 war nach der Pandemiepause sehr gut nachgefragt! Mehr als 40 Teilnehmer wurden gezählt und weiteren fast 30 Interessierten musste leider abgesagt werden. Wir teilten uns in 2 Gruppen auf, eine unter der Führung von Engelbert Mayer, die andere mit Andreas Galli und Barbara Mutke und wechselten nach 1 Stunde den Standort.

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So waren die Wasservögel nicht sehr geschockt angesichts der vielen auf sie gerichteten Okulare.

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Unsere gemeinsamen Beobachtungen:

Zwergtaucher und Haubentaucher

Höckerschwan
Graugans, Kanadagans, Nilgans, Rostgans

Schnatterente, Stockente, Krickente, Spießente, Reiherente, Schellente

Gänsesäger

Kormoran

Mittelmeermöve
Blässhuhn
Graureiher und Silberreiher

Barbara Mutke, Feb. 2022

Totenkopf im Kartoffelacker

Am 09. August 2021 besuchte mich ein Hobbygärtner und brachte in einem Eimer eine große gelbe Raupe mit. Diese hatte er in seinem Kartoffelfeld gefunden.

Laut Bestimmungsbücher handelte es sich um eine Raupe vom Totenkopf-Schwärmer.

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Einzelne Tiere des Nachtfalters fliegen aus den Tropen bis nach Mitteleuropa ein und zeugen Nachkommen, die aber nicht überwintern können. Sie erscheinen bei uns ab Mitte April, ihre Nachkommen fliegen dann im September. Der Falter selbst besucht mit Vorliebe Bienenstöcke und sticht geschlossene Waben an, um daraus zu trinken. Meist wird er von Arbeiterinnen erstochen, oder findet nicht mehr aus dem Bienenhaus hinaus.

So fand ich vor ein paar Jahren in einem Bienenhaus einen toten Totenkopf-Schwärmer.

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Das Weibchen legt seine Eier am liebsten an Nachtschattengewächsen ab, mit Vorliebe an Kartoffeln. Die Raupen ruhen tagsüber am Boden, steigen nachts am Kartoffelkraut hoch und fressen mit Vorliebe die Blüten.

Dies bestätigte auch der Hobbygärtner, er fand an seinen Kartoffeln fast keine Blüten mehr. Es ist deshalb davon auszugehen, dass es nicht die einzige Raupe dort war.

Die von ihm mitgebrachte Raupe war ca. 13 cm lang, etwa fingerdick und hatte eine überwiegend gelbe Farbe. Bläuliche Zeichnungen auf dem Rücken und am Ende ein gelbes Horn.

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Engelbert Mayer, im August 2021

Rauchschwalben lesen Insekten von Mauer ab

Am 30. Juni 2021 – ein völlig verregneter Tag – flogen mehrere Rauchschwalben eine Mauer in Ihringen an.
Kurz zuvor war die Rasenfläche vor der Friedhofsmauer gemäht worden und viele überlebende Insekten flüchteten an die Mauer. Diese hatte auch einen kleinen Dachvorsprung.

Schwalbe fliegt Mauer an


Während einer kleinen Pause dort, konnte ich die faszinierenden Flugmanöver der Schwalben ausgiebig beobachten.

Es waren auch frisch ausgeflogene Schwalben mit dabei. Diese setzten sich zwischendurch auf die Mauer und warteten auf eine Fütterung durch die Altvögel.

Eine nicht alltägliche Beobachtung.

Engelbert Mayer im Juli 2021

NABU-Schwalbenfreund Rudi Apel erhält das Bundesverdienstkreuz

NABU-Schwalbenfreund Rudi Apel erhält das Bundesverdienstkreuz

 

Görwihler NABU-Vorsitzender wird für jahrzehntelange Naturschutzarbeit geehrt

Seit über 30 Jahren ist Rudi Apel Naturschützer mit Leib und Seele. Wie kein anderer steht er für die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“, die den Erhalt der Lebensräume von Schwalben fördert. Für seinen Einsatz wurde ihm nun das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

 

Bundesverdienstkreuz für Rudi Apel Freuen sich über die Auszeichnung von NABU-Schwalbenfreund Rudi Apel (v. li. N. re.): der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle,
der Grünen-Landtagsabgeordnete aus Waldshut, Niklas Nüssle, Rudi Apel, Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow,
Landrat Dr. Martin Kistler und Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Staatsministerium und Bevollmächtigter des Landes beim Bund.
Foto: NABU Baden-Württemberg

  • April 2021 - Schwalben sind seine große Leidenschaft, ihr Schutz treibt ihn um und an. Seit mehr als 30 Jahren ist Rudi Apel Naturschützer mit Leib und Seele. Seiner Vision folgend, Schwalben willkommen zu heißen, reist der 69-Jährige quer durch den Südwesten, um aufzuklären, Plaketten an Häuser und Höfe anzubringen und ihren Besitzerinnen und Besitzern zu danken. Für seinen Einsatz für die Natur im Land erhält er jetzt selbst großen Dank: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle und Staatssekretär Dr. Andre Baumann, reisten nun extra nach Görwihl, um heute im Beisein von Landrat Dr. Martin Kistler, Bürgermeister Carsten Quednow und Corona-bedingt einiger weniger Gäste die Auszeichnung vorzunehmen.

    Unermüdlicher Macher im südbadischen Naturschutz
    „Mit seinem Engagement hat er den Naturschutz in herausragender Weise gefördert und bei seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Bewusstsein, Wertschätzung und Faszination für die heimische Natur gestiftet. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung für Rudi Apel“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle bei der Ehrung. Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Staatsministerium und Bevollmächtigter des Landes beim Bund, erklärt dazu: „Rudi Apel ist ein Macher im Naturschutz und lässt sich auch von Widrigkeiten nicht abschrecken. Sein Einsatz für die heimische Tier- und Pflanzenwelt rückt dabei uns Menschen ins Zentrum. Jede und jeder kann unsere Welt ein klein wenig besser machen, ist seine Botschaft. Vielen Dank für diesen unermüdlichen Einsatz.“

    Großes Engagement für die Glücksboten
    Apel steht wie kein anderer für die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. 2007 entdeckte der gebürtige Rutesheimer die kleine Plakette in Mecklenburg-Vorpommern, brachte sie in den Südwesten und löste dort enorme Begeisterung für die gefiederten Glücksboten und ihren Schutz aus. Die wendigen Flieger begleiten den Gründer der NABU-Gruppe Görwihl seit seinen Anfängen im Naturschutz Ende der 1980er Jahre. „Damals dachte ich mir: Für diese Vögel musst Du kämpfen.“ Schwalben faszinieren Apel: „Wie sie fliegen und ihre Nester bauen, ist beeindruckend. Sie sammeln tausend Lehmkugeln und bauen sich ein Zuhause, das über Jahre halten kann.“

    Sein Engagement ist ein Kampf um Dinge, die in ländlichen Gemeinden einst selbstverständlich waren: Ställe, Misthaufen, Lehmpfützen und viele Insekten. Apel versucht, Hausbesitzerinnen und -besitzer zu überzeugen, damit sie die kleinen Schwalbennester an ihren Fassaden dulden. Er informiert geduldig in unzähligen Vorträgen, Presseartikeln und Veranstaltungen über die Gefährdung der Tiere – mit Erfolg. Inzwischen hat er rund 2.000 Häuser und Höfe im Land ausgezeichnet und ist bundesweit ein gefragter Fachmann für die Flugkünstler. Leider setzt sich der Abwärtstrend der Schwalben im Land trotz allem weiter fort.

    Wer Rudi Apels Engagement verfolgt, erlebt einen vielseitigen und zupackenden Naturschützer, der Biotope pflegt, berät, erklärt, motiviert und beim konkreten Einsatz nie das große Ganze aus dem Blick verliert. „Lange bevor Naturschutz ein prominentes Thema wurde, setzte sich Rudi Apel für den Erhalt der Umwelt zwischen Alb und Wehra ein. Es freut mich sehr, dass diese Lebensleistung mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde“, sagt Landrat Dr. Kistler über den Geehrten. Carsten Quednow, Bürgermeister der Gemeinde, in der Apel seit mehr als 40 Jahren lebt, ergänzt: „Ich schätze Rudi Apel sehr und die Gemeinde Görwihl ist stolz auf diese Ehrung ihres Bürgers.“

    Zeit, um sich zur Ruhe zu setzen, findet Rudi Apel indes nicht, obwohl er das Rentenalter längst erreicht hat. Der NABU Görwihl ist seit kurzem Eigentümer einer Streuobstwiese mit 120 Bäumen. Sie will gemäht und gepflegt werden, Nistkästen und Steinkauzröhren warten auf ihre Montage. Naturschützer ist man eben lebenslang – und die Arbeit geht dabei nie aus.
Podcast NABU Kreis Emmendingen
13.02.2021 Wintergäste auf dem Rhein/Weisweil

Wintergäste in Weisweil – eine Wasservogel-Exkursion im Februar 2021

Corona-bedingt musste auch unsere Wasservogel-Exkursion im Februar abgesagt werden.

Wir hatten deshalb die Idee, gemäß geltenden Corona-Regeln einmal gucken zu gehen, was sich in Weisweil am Rhein ornithologisch so tut, und Euch davon zu berichten.

Barbara erlebte eine Woche vorher, am 6.2.2021, ein Hochwasser, das sie bislang so noch nie gesehen hatte. Der stille Altrheinarm war zum reißenden Strom geworden, der von den Wasservögeln gemieden wurde, unser gewohnter Beobachtungsdamm stellenweise überspült oder nah an der Wasserkante.

20210204_Hochwasser Hochwasser (Foto: B.Mutke)


Eine Woche später, am 13.2.2021, war es sehr kalt geworden. Gute Chancen, Wasservögel zu entdecken, die dem noch kälteren Wetter im Norden und Osten nach Süden ausgewichen waren!

Eisigem Ostwind und 8 Grad Minustemperaturen trotzend zogen Barbara und Andreas morgens um 10 Uhr los.

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Barbara und Andreas beim Vögel gucken (Foto: S.Mutke)

War das wirklich eine so gute Idee? Es war so bitterkalt...
Doch wir wurden belohnt. Hier, was wir entdeckten:

Blesshuhn, Haubentaucher, Zwergtaucher, Gänsesäger, Zwergsäger (2 Paare!), Graureiher, Möve (die Art konnte nicht ermittelt werden), viele Kormorane ...

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Kormorane (Foto: S.Mutke)

Entenvögel: Reiherente, Schnatterente, Stockente, Tafelente sowie Krickente (5 Paare!!) und Kolbenente (2 Paare!!)

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Reiherenten, am Uferrand Krickenten(Foto: S.Mutke)

Die Sensation der diesjährigen Wasservogel-Exkursion waren für uns 3 Paare Löffelenten!

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Reiherenten, im Hintergrund die Löffelenten (Foto: S.Mutke)

Barbara Mutke, Andreas Galli,  Februar 2021

13. September 2020 NABU Tagfalterexkursion
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Hilfe für Bienenfresser

In Eichstetten in einem kleinen, nur etwa 40 Meter langem Lösshohlweg, deren linksseitige Böschung nur eine Höhe von 1,80 m hat, brüten aktuell 3 Paare vom Bienenfresser.

Von den Bruthöhlen liegen zwei in Kopf- und eine nur in Brusthöhe. Nicht ungefährlich für Vogel und Mensch.

Es handelt sich bei dem Weg um einen unbefestigten, der bei der momentanen und extremen Trockenheit beim Befahren sehr viel Staub aufwirbelt.

Um die Brut in den Höhlen nicht so vielem Staub auszusetzen, habe ich mit Erlaubnis des örtlichen Bauhofes am Anfang und am Ende dieses kleinen Hohlweges für die Dauer der Fütterung Schilder aufgestellt.

Beim Einfahren steht darauf „Bitte langsam“ und beim Ausfahren „Danke.

 

So hoffen wir alle, dass die jungen Bienenfresser gesund ausfliegen können.

Engelbert Mayer, 14. Juli 2020

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Vortrag über den Wiedehopf

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unbeliebte Naturbewohner

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