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    Steinkauz

Heimat von mehr als 5.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten

Bötzingen (dht). Der Nabu Kaiserstuhl betreibt seit 1988 eine Streu- obstwiese im Etlisbachtal. Ziel ist der Erhalt und Ausbau dieser wertvollsten Naturräume für künftige Generationen.

 Streuobstwiesen sind auch im Kaiserstuhl eine Rarität wegen verändertem Konsumverhalten und Landnutzung geworden. Der Anbau vieler Früchte wie Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Walnüsse, bis nach dem 2. Weltkrieg wichtige Lebensgrundlage der Bauern, wurde unrentabel. Die weitestgehend verschwundenen Kirsch- und Walnussbäume waren durch ihren großen Wuchs imposante Landschaftselemente.

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1988 erwarb der Nabu, damals noch als „Arbeitsgemeinschaft für Umwelt- und Naturschutz“, erste Teile der Streuobstwiese. Durch Zukäufe seit 1990 hat sich die Fläche auf fast 2,5 Hektar vergrößert. Aus den 60 ursprünglich vorhandenen Apfelbäumen wurden durch Neupflanzungen von Hochstamm-Apfelbäumen 102 Bäume von 40 alten Sorten: Kohlenbacher, Goldparmäne, Brettacher, Bohnapfel oder Herbstrenette. Die äl testen Bäume stammen aus dem Jahr 1930 und tragen durch regelmäßige und behutsame Pflege bis heute Früchte.

 

Verwendung der Äpfel für Apfelsaft

Bald stellte sich die Frage nach der Verwendung der Äpfel. Anfänglich wurde Apfelsaft erzeugt und privat verkauft. 1992 startete der Nabu mit der St.-Katharinen-Kellerei Königschaffhausen das „Streuobst- Apfelsaft-Projekt“. Dazu kamen 40 Landwirte aus der Region, die nach Nabu-Kriterien erzeugtes Obst - Hochstamm und ohne Pestizide - beisteuern. So wurden über 400 Bäume erhalten. Die Erzeuger er- halten bei diesem Aufpreis-Mo- dell einen finanziellen Zuschlag. Die Firma Fruchtsäfte Jung aus  Köndringen ist seit 2015 Ausbau- Partner für Verarbeitung, Abfüllen und Vertrieb des Apfelsafts. Über eine halbe Million Liter Streuobst-Apfelsaft wurden bis- her als wichtiger Beitrag zum Er- halt der Streuobstwiesen ver- kauft.

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Regelmäßige Pflege

Grundvoraussetzung für den Erhalt einer Streuobstwiese ist die regelmäßige Pflege: Baum- schneiden von Januar bis März, Heuen ab Juni mit Pressen in Bal len, Apfelernten ab September und die Pflege von Bachlauf und Böschung. In Streuobstwiesen leben mehr als 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Hochstämmige Obstbäume und abgestorbene Äste bilden Biotope für Flechten, Moose, Pilze oder Insekten. Schmetterlinge leben von der Blüten- und Pflanzenvielfalt und sind Nahrung für Fledermäuse und seltene Vogelarten. Die Nabu-Streuobstwiese entwickelte sich vom Brennnesselacker zu einer Fläche mit Gras, Klee, Klappertopf, Herbst- zeitlose und auch Orchideen mit vielen Insekten und Vogelarten wie Wendehals, Grünspecht, Wiedehopf und Steinkauz. Die Wiese ist auch „Kinderstube“ für den Nachwuchs von Reh und Wildschwein.

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