Ziegenbeweidung

  
                                     

Eine weitere Maßnahme um die Verbuschung aufzuhalten wurde ab dem Frühsommer 2004 auf zwei Probeflächen bei Eichstetten angewendet: Die stark mit Goldrute, Feldahorn und Robinie zugewachsenen Böschungen wurden durch Ziegen beweidet.

 Mahd und Beweidung waren die klassischen Bewirtschaftungsformen der kleinen Böschungen am Kaiserstuhl. Im Zuge des landwirtschaftlichen Strukturwandels wurde die Viehwirtschaft am Kaiserstuhl aufgegeben, seit dem besteht das Problem von verbuschenden Böschungen.


  Eine Ziege zwischen fast vollständig entlaubten Weiden und Robinien.

 Auf den Probeflächen zeigte sich dann, dass die Ziegen – entgegen aller Literaturangaben – die Goldruten bereitwillig abweideten

   

Die Ziegen fressen die Kanadische Goldrute mit Genuss

 Stachelbewehrte Robinien und Brombeeren wurden ebenfalls nicht verschmäht. Die Tiere schälten ebenso die Rinde von Bäumen und Büschen

 



Auch Rinde und untere Zweige der Büsche wird  gefressen.

Bei zu dichtem Bewuchs konnten sie dies nicht ganzflächig schaffen, vor allem Feldahornbüsche können ungehindert wieder weiterwachsen. Diese sollten evtl. vor der Beweidung gefällt werden, sodass die Tiere die ständig nachwachsenden Austriebe abweiden können.

 
  
Die obere Hälfte der Böschung wurde beweidet.

  Wie auf Abb. 4 zu erkennen ist, wächst die Vegetation nach Absetzen der Beweidung sofort wieder nach. Dies ist einerseits dringend nötig, um Erosion zu vermeiden, beweist aber auch, dass eine einmalige Beweidung keinen nachhaltigen Erfolg zeigt. Um die Flächen wirkungsvoll von Büschen freizuhalten und die Goldrute vollständig zurückzudrängen, ist es notwendig die selbe Fläche in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren immer wieder zu beweiden.

 

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