Steinkauz 2005 - 2006

  

2005 haben wir an mehreren Stellen Steinkäuze entdeckt. Die Ausbreitung ist wohl bestehenden Populationen in unmittelbarer Nachbarschaft des Kaiserstuhls zu verdanken. Sie waren wahrscheinlich am nördlichen Kaiserstuhl aus der Ortenau und am östlichen Kaiserstuhl aus dem Bereich des Nimberg zugeflogen.  

Steinkauz auf 3er Gelege im Wiedehopf-Nistkasten

Foto. Engelbert Mayer © 2012

  2006 gab es eine tolle Beobachtung. Ein Steinkauz brütete in einem Nistkasten, der in einer Rebhütte angebracht war. Das Einflugloch zum Nistkasten befindet sich in nur 60 cm Höhe über dem Erdboden.
Dieser Nistkasten war bisher von einem Wiedehopf besiedelt, so auch in diesem Jahr wieder. Anfang Mai wurde der Nistkasten jedoch von einem Steinkauz in Anspruch genommen. Den Spuren nach hatte der Steinkauz den Wiedehopf im Nistkasten geschlagen, denn überall lagen einzelne Federn von ihm.

Ein Ausfall, der zwar weh tat, aber nicht mehr solch gravierende Auswirkungen auf die Wiedehopf-Population hatte, als wenn er 10 Jahre früher passiert wäre. Denn diese hatte sich erfreulicherweise inzwischen sehr stabilisiert.

Der Steinkauz hat dann erfolgreich gebrütet, 3 Jungvögel sind ausgeflogen. 

Im folgenden Jahr wurde dieser Nistkasten wieder von einem Wiedehopf-Paar besiedelt, das erfolgreich brütete. Der Steinkauz hatte  – auch in den Folgejahren – diesen Nistkasten nicht mehr als Brutplatz beansprucht.  

Für uns stellte sich nun die Frage, ob und inwieweit sich beide Vögel im selben Lebensraum vertragen. Wir haben uns deshalb entschlossen, in Brutgebieten des Wiedehopfes auf eine intensive  Anbringung von Röhren für den Steinkauz zu verzichten.    

Text und Bild:  Engelbert Mayer

 

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