Steinkauz 1987 bis 2000

  
Im Jahre 1987 entdeckten wir per Zufall an einer Lösswand in der Gemarkung von Endingen einen Steinkauz vor einer kleinen Lösshöhle in der Wand. Die Beobachtung eines solchen Brutplatzes war etwas nicht Alltägliches und hat sich nach unserem Wissen bis heute nicht wiederholt. Groß war unsere Freude, als wir dann Zeuge einer Kopulation auf einem Rebpfahl vor der Lösswand sein durften.

In einem kleinen halbverfallenen Häuschen bei Achkarren konnte auch ein Steinkauz-Paar ausgemacht werden. Da dieser Brutplatz höchstwahrscheinlich nicht mardersicher war, wurde in unmittelbarer Nähe in einem Walnussbaum eine Brutröhre angebracht, die dann in den Folgejahren vom Kauz auch angenommen wurde.

Diese beiden Paare waren wohl der Grundstock für die weitere Population im Bereich des Kaiserstuhls. Ebenso eingewanderte vom Nimberg. 

In den Folgejahren waren wir immer wieder mal unterwegs, um mit einer Klangattrappe weitere Vorkommen festzustellen. Dabei kam einmal ein Waldkauz lautlos knapp über unseren Köpfen angeflogen  - wohl in der Hoffnung auf Beute. Den Kindern, die dabei waren, war dieses Erlebnis doch etwas unheimlich, aber auch unvergessen.  
Ein anderes Mal hatten wir uns in der Nacht aus unserem Auto ausgeschlossen, was uns dann erhebliche Mühen bereitete. 

Aber von einem Steinkauz war weit und breit nichts zu hören.

Engelbert Mayer


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