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Kaiserstuhl

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ausgezeichnete Huser
2017

Schwalben eine Heimat geben, NABU-Plakette Schwalbenfreundliches Haus

Familie Gibson in Ihringen

In der Toreinfahrt des Hauses von Elfriede und Erwin Gibson in Ihringen gibt es 4 jährlich belegte Rauchschwalbennester – dafür gab es vom NABU Kaiserstuhl am 21. November 2017 eine Auszeichnung als „Schwalbenfreundliches Haus“.

Bei Elfriede und Erwin Gibson in Ihringen werden die Schwalben bereits seit 55 Jahren bei ihrer Rückkehr im Frühjahr freudig begrüßt – und wahrscheinlich waren sie schon vorher da.
4 Nester haben die Rauchschwalben in der Hofeinfahrt gebaut, eines erst neu im Frühling. Bei der Kälte und Nässe im April sind leider Jungschwalben umgekommen. Doch im Sommer gab es noch eine erfolgreiche zweite Brut.

Elfriede Gibson und ihre Nachbarin bieten vielen Vögeln Nist- und Futtermöglichkeiten im Garten. So haben sie für die überwinternden Singvögeln verblühte Sonnenblumen in den gemeinsamen Gartenzaun gesteckt. Auch bei der Nachbarin gibt es 2 Rauchschwalbennester zu bewundern, ein Kunstnest und ein schöner Neubau der Schwalbeneltern aus dem Frühjahr. Mehrere Hundert Lehmklümpchen haben die Vögel dafür zusammengetragen.

Die Rauchschwalben zu beobachten macht dem Ehepaar Gibson viel Freude, sodass sie den anfallenden Vogeldreck geduldig ertragen bis die Vögel in die Winterquartiere gezogen sind – dann wird sauber gemacht. Sie wissen viele spannende Beobachtungen zu erzählen und sind richtige Rauchschwalbenkenner geworden.

Rauchschwalben sind besonders gefährdet, denn sie nisten gerne in Hofeinfahrten und offenen Ställen, nicht an der Außenwand eines Gebäudes wie die Mehlschwalben. Ein offener Zugang ist für sie wichtig, gibt es aber leider immer seltener.

20171121_SchwalbenplaketteIhringenGibson
20171121_RauchschwalbennesterIhringenGibson

Als Anerkennung für ihre Bereitschaft, die bedrohten Vögel willkommen zu heißen und zu unterstützen, verleihte nun Andreas Galli vom Naturschutzbund (NABU) Kaiserstuhl dem Ehepaar die Plakette und Urkunde „Schwalbenfreundliches Haus“.

Link zum BZ-Artikel

Familie Hiss in Eichstetten

An Haus und Scheune der Familie Hiss in Eichstetten gibt es mehr als 20 Schwalbennester – dafür gab es vom NABU Kaiserstuhl am 27. Oktober 2017 eine Auszeichnung als „Schwalbenfreundliches Haus“.

Auf dem Bio-Hof der Familie Hiss in Eichstetten werden die Schwalben seit Jahrzehnten bei ihrer Rückkehr im Frühjahr freudig begrüßt. Natürliche Nester werden erhalten und angebrachte Kunstnester unterstützen die Vogelgemeinschaft. Im Hof bieten offene Scheune, Garten und die Viehhaltung alles, was eine Schwalbe zum Leben braucht: Nistmöglichkeit, Baumaterial, Insektennahrung. Die Vögel werden auf dem biologisch wirtschaftenden Hof gerne als natürliche Fliegenbekämpfer eingesetzt und sind willkommene Helfer bei der Pflege der Kühe.

20171027_SchwalbennesterEichstettenHiss
20171027_SchwalbenplaketteEichstettenHiss

Sorgen machen der Familie die Rauchschwalben. „Seit 1989 beobachten meine Eltern, dass keine Rauchschwalben mehr zurückkommen“, meint Matthias Hiss. Ihre Nester bleiben leer. Die Mehlschwalbennester dagegen werden regelmäßig belegt.

Als Anerkennung für ihre Bereitschaft, die bedrohten Vögel willkommen zu heißen und zu unterstützen, verleihte nun Barbara Mutke vom Naturschutzbund (NABU) Kaiserstuhl der Familie die Plakette und Urkunde „Schwalbenfreundliches Haus“.

Informieren und Bewerben können sich Schwalbenfreunde dafür unter www.NABU.de/schwalben oder beim NABU Kaiserstuhl.

 

Aktualisiert  01. Juli 2018