Böschungspflege Regeln

  

Feuer zur Böschungspflege

Eine Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen ist, die Böschungen im Winter abzuflämmen. Hierzu wird jährlich von der unteren Naturschutzbehörde eine zeitliche begrenzte Allgemeinverfügung erlassen, die den grundsätzlich verbotenen Feuereinsatz an den Böschungen unter strengen Auflagen erlaubt.

  Diese Auflagen im einzelnen:

 1. Jeder Grundstücksbesitzer darf nur auf seinen eigenen Böschungen das Feuer einsetzen. Zuvor muss er aber an einer speziellen Informationsveranstaltung teilgenommen haben.

 2. In Naturschutzgebieten, Flächigen Naturdenkmalen und § 32-Biotopen darf nicht gebrannt werden.

 3. Ein Mindestabstand von 30 m muss zu Wald, Naturschutzgebieten, Gebäuden und öffentlichen Straßen (außer Wirtschaftswegen) eingehalten werden.

 4. An Südböschungen ist nur in der Zeit von 1.Dezember bis 29. Februar, an Nordböschungen nur vom 1. Dezember bis 15. März Feuer zur Böschunspflege erlaubt.

 5. Keine gebrannte Fläche darf länger als 40 m sein.

 6. Die selbe Fläche darf  nur alle 2 Jahre gebrannt werden. Darüber ist ein Brandprotokoll zu führen.

 7. Beim Flämmen darf es auf nördlichen Böschungen nicht wärmer als 15°C, an südlichen nicht wärmer als 10°C sein. Es sollte  stets so früh wie möglich in der Brandsaison geflämmt werden.

 8. Um Schäden an der Tierwelt so gering wie möglich zu halten, darf nur von unten nach oben gebrannt werden.

   Leider werden diese Regeln oftmals nicht eingehalten. Zuweilen wurden über 200 m lange Böschungen an einem Stück gebrannt. Vor allem im Winter 02/03, in dem das Feuer zur Böschungspflege erstmalig auch außerhalb der Probeflächen erlaubt war, wurden öfters auch besonders wertvolle, lückige Trockenrasen gebrannt, die absolut nicht zu verbuschen drohen.

 Ein weiteres großes Problem ist der falsche Zeitpunkt. Vor Anfang Februar wird fast nie gebrannt, stattdessen aber vorzugsweise bei hohen, vorfrühlingshaften Temperaturen Ende Februar. Zu dieser Zeit haben viele Tiere bereits ihr Winterquartier verlassen, auch die Vegetationsperiode hat schon begonnen. Steppenpflanzen wie Kanadische Goldrute oder Fiederzwenke, reagieren auf  Feuer während der Vegetationsperiode mit verstärktem Rhizomwachstum und breiten sich somit zu Lasten der heimischen Vegetation aus.

 Gleich nach Beginn des Feuereinsatzes hat sich herausgestellt, dass dadurch ein zurückdrängen der Verbuschung nicht möglich sein wird, lediglich eine weitere Verbuschung kann aufgehalten werden.

 Zusätzliche Maßnahmen sind also durchzuführen und sollen erprobt werden.

        

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