Ferien2009-19 kleine Entdecker trafen sich beim Samengarten in Eichstetten, um einen Brutplatz vom Steinkauz zu suchen. Lukas und Marius hatten in ihrer Becherlupe schon eine wunderschöne Zebraspinne, erstaunlich dass diese Kinder schon mit offenen Augen durch unsere Natur gehen und kleinste Schönheiten finden.

 

Ferien2009-2Die Kinder machten sich dann Gedanken darüber, wieso die kleinste Eule in unserer Heimat, nämlich der Steinkauz, nur noch selten vorkommt. Der Grund dafür ist, dass es fast keine Hochstammbäume mehr gibt in denen Baumhöhlen vorkommen. Deshalb wurden von den kleinen Entdeckern mit großem Eifer die wenigen alten Hochstammbäume im Gewann Rippach nach Höhlen abgesucht. An 3 Bäumen fanden wir Spechthöhlen, eine war jedoch nicht fertig gebaut, eine andere war von einem Ameisen-Volk besetzt und der dritte Baum hatte dann sogar 2 freie Spechthöhlen. Mit einem Grashalm erforschten die Kinder dann die Tiefe der Höhle.

Ferien2009-3Ganz in der Nähe war auch der Brutplatz vom Steinkauz  in einem speziellen Nistkasten der vom NABU Kaiserstuhl gebaut und aufgehängt wurde, brütet seit zwei Jahren erfolgreich ein Steinkauz-Paar. Zuerst suchten wir nach Gewöllen oder Steinkauz-Federn, die gleich eingesammelt wurden. Damit im nächsten Jahr das Steinkauz-Paar wieder Junge aufziehen kann, wurde von den Kindern der Kasten gesäubert. Matthias schraubte den Nistkasten auf, während Aaron vor dem Einflugloch aufpasste, ob nicht ein Altvogel ausfliegt. Mona und Michael kratzten die alte Einstreu heraus, Hannah und Richard füllten wieder frische Sägespäne ein. Gemeinsam durchsuchten wir dann die alte Einstreu um festzustellen, was die Steinkäuze alles verfüttert haben.

Unzählige Flügel von Maikäfern, ein paar Vogelfedern und dann sogar einige Schädelknochen von Mäusen, die im Magen vom Steinkauz nicht aufgelöst und deshalb ausgewürgt werden. Bestaunt wurden die sichtbaren klitzekleinen Mäuse-Zähne die für jeden Zahnarzt eine Herausforderung wären. Die kleinen Entdecker waren mit einem riesigen Feuereifer bei der Sache, allen voran Rune, und fanden dann sogar komplette Vorderbeine an deren Ende die Fingerknochen der Maus noch sichtbar waren. Die Zeit war im Nu um, nur schwer konnten sich die Kinder von der Suche trennen. Mein Angebot, im nächsten Jahr zusammen einmal die jungen Steinkäuze zu besuchen, wurde begeistert aufgenommen. Zufrieden und alle mit einem Fundstück ausgestattet traten wir den Heimweg an.

Text und Fotos: Engelbert Mayer

NABU Kaiserstuhl