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Kaiserstuhl

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Nutria mit Jungen

Eine interessante Beobachtung konnte Yvonne Fries, eine Betreuerin der NAJU (Naturschutzjugend) des NABU Kaiserstuhl am 11.03.05 in Bötzingen am dortigen Riedkanal machen. Eine Nutria oder Sumpfbiber mit ihren 7 Jungen spielten dort am Bachrand.

 Der Sumpfbiber zählt zu den eingebürgerten Arten. Verschiedene Nagetiere wie kanadischer Biber und Bisamratte, und Raubtiere wie amerikanischer Nerz, Waschbär und Marderhund, wurden als Pelzlieferanten nach Europa gebracht und entwichen hier aus Pelzfarmen oder wurden absichtlich freigesetzt.

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Fotos:© Yvonne Fries

Kennzeichen: Der Sumpfbiber oder Nutria lebt aquatisch, die Körpergröße ist zwischen Bisamratte und Biber, der Schwanz ist drehrund. Die Tiere wirken massig und plump, haben einen großen Kopf mit kleinen Ohren, die Schneidezähne sind auch beim geschlossenen Mund sichtbar. An den Hinterfüßen haben sie Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Verbreitung: Ursprünglich stammen die Tiere aus den außertropischen Teilen Südamerikas. Freilebende Populationen hier bei uns sind meist nur kurzlebig, da die Tiere sehr empfindlich auf längeres Zufrieren ihrer Wohngewässer reagieren. Durch das milde Klima am Oberrhein und speziell am Kaiserstuhl frieren die Fließgewässer sehr selten zu, was zu einer inzwischen doch großen Verbreitung dieser Tierart geführt hat.

Lebensraum: Ihr Lebensraum sind Flüsse und Bäche mit dichter Ufervegetation und reichlichem Angebot an Wasserpflanzen. Ihre Nahrung besteht aus Rhizomen von Wasserpflanzen und Schilf, in unserer Region besuchen sie auch schon mal angrenzende Gemüse- und Maisäcker und richten dort Schaden an.

Lebensweise: Schwimmen mit eleganten, fischotterartigen Bewegungen. Sie sind nacht- und dämmerungsaktiv, tagsüber halten sie sich in kurzen, unverzweigten Bauten in der Uferböschung auf. Einige Tiere bauen ihren Nester auch aus Schilf an Land. Die Fortpflanzung ist über das ganze Jahr möglich, was auch die Aufnahmen von Mitte März belegen. Die Tragezeit beträgt 128-132 Tage, der Wurf hat 5-6 Junge, 2-3 Würfe pro Jahr.

 

 

Aktualisiert  24. November 2017