Am Donnerstag, den 24.04.08 bekam ich einen Anruf von einem Naturliebhaber aus Bötzingen, in dem dieser mitteilte, dass er in einem Hausgarten den Wiedehopf beobachtet hat. Dieser Wiedehopf hat an einem Meisenkasten an der Gartenhütte verzweifelt versucht, das Nistmaterial aus dem Nistkasten heraus zu schaffen.

EramMeisenkastenAm Sonntag darauf hatte ich endlich Zeit, mich dort mal umzusehen. Das Wiedehopf- Männchen war tatsächlich wieder dabei Nistmaterial aus dem Meisenkasten herauszuholen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass er diesen Kasten als Brutplatz ausgesucht hat.Sein Kopf mit dem langen Schnabel passte gerade noch in das Einflugloch, für den Körper war dies jedoch ein unmögliches Unterfangen, das Loch war einfach zu klein.Sieschautzu



Schnelle Hilfe war also angesagt, um dem Wiedehopf-Paar eine Brutmöglichkeit anzubieten. Da es gerade zur Mittagszeit und in einem Wohngebiet war, wollten wir nicht mit dem Akku-Bohrer arbeiten.
Eine schnelle und auch eine ruhige Lösung waren also angesagt. Ein Anruf beim NABU-Aktiven Hartmut Falkenstein genügte und er brachte sofort einen passenden Nistkasten  für  den Wiedehopf, den uns eine Sonderschule aus dem Saarland als HartmutinAktion

Hilfe für den Wiedehopf am Kaiserstuhl im letzten Jahr gebaut hatte.  Kasten an der Gartenhütte angeschraubt, etwas Einstreu hinein und das Ergebnis konnten sich sehen lassen. Blieb nur zu hoffen, dass der Wiedehopf den neuen und auch für ihn passenden Nistkasten annimmt.
 Am nächsten Morgen schon hatte ich schon eine Email von dem Vogelliebhaber erhalten, in dem mir dieser mitteilte, dass der Wiedehopf schon den neuen, von uns angebrachten Nistkasten angenommen hatte.
ErsteInspektion

 Eine sehr freudige Nachricht für uns und eine tolle und schnell gebaute Wohnung für den Wiedehopf. Am Dienstagnachmittag wollte ich dies mit eigenen Augen sehen und tatsächlich, der Nistkasten war schon in fester Hand des Wiedehopf-Pärchens. Bleibt zu hoffen, dass sich ein Bruterfolg einstellt. 


EinglücklichesPaar

So etwas Einzigartiges zu erleben gibt uns Naturschützern immer wieder die nötige Kraft, um uns weiterhin für den Erhalt unserer Natur zu engagieren.

Engelbert Mayer

Fotos: Engelbert Mayer  © 2008