Auf dem Neutorplatz

300. Mahnwache für die Abschaltung des AKW Fessenheim

 "300. Mahnwache  - wie lange noch?" Diese Frage stand bei der  Montagsmahnwache gegen Atomkraft und für die sofortige Abschaltung des  elsässischen Kernkraftwerks Fessenheim auf einem Transparent. Auf dem  Breisacher Neutorplatz hatten sich bei klirrender Kälte über 60  Teilnehmer zu der seit fast sechs Jahren stattfindenden Kundgebung  eingefunden.

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Auf dem Breisacher Neutorplatz forderten  die Atomkraftgegner, die beiden Meiler schnell vom Netz zu nehmen /  Hilfe für die Beschäftigten in Aussicht gestellt  Foto: Kai Kricheldorff

 Die Breisacher Mahnwache habe als Teil der  Anti-Atom-Protestbewegung im Dreyeckland dazu beitragen können, dass es  immer deutlichere Anzeichen für die kurzfristig bevorstehende Schließung der beiden Reaktoren des AKW Fessenheim gebe, stellte  Mahnwachenorganisator Gustav Rosa von der Initiative Pro Alterna fest.

Deutsche und französische AKW-Gegner gingen bereits seit einiger Zeit  neue Wege und kümmerten sich um die Ängste und Befürchtungen der  Beschäftigten in Fessenheim, deren Arbeitsplätze akut gefährdet sind,  wenn die beiden Meiler abgeschaltet werden. "Wir strecken dazu unsere  helfende Hand über den Rhein aus", so Rosa, nach dessen Worten es  Möglichkeiten und Wege gebe, eine neue Wirtschaftsregion im Dreyeckland  aufzubauen. Darüber müsse jetzt ernsthaft und auch auf lokalpolitischer  Ebene geredet werden.

An der 300. Mahnwache am Montagabend nahmen rund 60 Anti-AKW-Aktivisten  aus Breisach, vom Kaiserstuhl und dem Tuniberg, aus dem Markgräflerland  und dem Elsass teil.

Viele von ihnen hatten für sich und für die Teilnehmer Gebäck und heiße  Getränke mitgebracht und Eckard Zöllner spielte dazu auf seiner  Drehorgel.

Wie lange noch werden sich die Atomkraftwerksgegner auf dem Breisacher  Neutorplatz treffen? Heute erscheint fraglich, ob es jemals eine 400.  Montagsmahnwache geben wird. Kundgebung Nummer 301 findet aber auf jeden Fall am 23. Januar um 18 Uhr auf dem Neutorplatz statt. Kommenden  Montag, wie gehabt.