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Fleißige Helfer gegen die lästigen Fliegen

Von BZ-Redaktion Di, 30. Juni 2020 Vogtsburg

Im Oberrotweiler Weingut Peter Wagner sind Rauchschwalben schon seit Jahren sehr willkommen / Auszeichnung vom NABU.


Andreas Galli (links) vom Naturschutzbund Kaiserstuhl hat Peter Wagner die Urkunde „Schwalbenfreundliches Haus“ verliehen. Foto: Barbara Mutke

 (bm). Das Weingut Peter Wagner in Oberrotweil ist vom Naturschutzbund (NABU) Kaiserstuhl mit der Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" ausgezeichnet worden.
Auf dem Weingut verbringen seit Jahrzehnten Rauchschwalben ihre Brutzeit in unseren Gefilden. Schwalben sind seit jeher beliebt. Sie gelten als Glücksboten und ihre Rückkehr kündigt den Sommer an. Seit langem leben sie als Kulturfolger bei den Menschen in der Stadt, am Haus und im Hof.
Viele Zugvögel werden getötet
Doch die Glücksbringer haben es dieser Tage bei uns nach Angaben des NABU nicht leicht. Als Zugvögel, die jedes Jahr tausende Kilometer zwischen Brutplatz und Winterquartier zurücklegen, fehlen ihnen zunehmend wichtige Rastgebiete unterwegs. Immer noch werden sie unterwegs illegal in Netzen und an Leimruten gefangen oder aber abgeschossen. Jedes Jahr kehren Millionen Zugvögel nicht in ihre heimischen Brutgebiete zurück.
Am Kaiserstuhl angekommen, ist es für die Tiere immer schwieriger, geeignete Nistmöglichkeiten, Material für ihren Nestbau oder Nahrung zu finden. Vielerorts sind sie zudem von Menschen nicht mehr erwünscht. Nester werden mutwillig zerstört oder die Schwalben beim Nisten behindert.

"Doch das ist illegal", heißt es in der Mitteilung des NABU. Laut Bundesnaturschutzgesetz seien die Nester der kleinen Flugkünstler geschützt und dürften weder beschädigt noch entfernt werden. Bei Haussanierungen seien Ersatznester anzubringen.
Aus diesen Gründen hat der NABU die Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" ins Leben gerufen. Diejenigen Hausbesitzer erhalten eine Plakette, die Schwalben an ihren Häusern brüten lassen, dafür auch zusätzliche Nisthilfen aufhängen oder eine Lehmpfütze für die Tiere anlegen. Sie soll zudem Menschen ermutigen, mit Kunstnestern Schwalben bei sich aufzunehmen.
Sechs Nester haben Rauchschwalben bei Familie Wagner im Hof ihres Weingutes in Oberrotweil schon vor vielen Jahren aus Lehm gebaut. Gerade Rauchschwalben sind vom Rückgang ihrer Art stark betroffen. Sie nisten vor allem in Ställen und Höfen. Ihnen hilft es, einen Zugang offenzuhalten und den regen Flugverkehr zur Brutzeit zu dulden. Gibt es noch Tiere im Stall, wie bei Familie Wagner, so ist für Nahrung gesorgt und die Fliegenplage in Schranken gehalten. Peter Wagner geht es beim Schutz der Schwalben zudem um die Erhaltung der Biodiversität.
Er beobachtet den Artenrückgang in seiner Umwelt mit Sorge und versucht auch aus diesem Grund, mit einer biodynamischen Wirtschaftsweise im Weinberg die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Dazu gehören zahlreiche Wildkräuter, Insekten und eine an Bodenleben reiche Erde in seinen Weinbergen. Die Vögel gehören für ihn zum Biotop dazu. Gerne gibt er seine Kenntnisse weiter und führt Interessierte durch seinen Weinberg.
Als Anerkennung für seine Bereitschaft, die bedrohten Vögel willkommen zu heißen und zu unterstützen, verlieh Andreas Galli vom NABU Kaiserstuhl der Familie Peter Wagner die Plakette und Urkunde "Schwalbenfreundliches Haus".
Informieren und bewerben können sich Schwalbenfreunde dafür unter http://www.NABU.de/schwalben oder beim NABU Kaiserstuhl, bei dem es auch Schwalbennester zu erwerben gibt.
Ressort: Vogtsburg Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Di, 30. Juni 2020:

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Bachstr. 15
79235 Vogtsburg
Telefon: +49 (7662) 8206
E-Mail: A.Galli(at)Nabu-Kaiserstuhl.de

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